Morphin nicht online kaufen – Warnung!

Sie möchten Morphin rezeptfrei kaufen? Wir erklären Ihnen warum Sie lieber nicht bei solchen Shops Morphin kaufen sollten. Wir berichten über die Folgen und welche Alternativen es gibt.

Wa ist Morphin oder Morphium?

Morphin (früher auch unter Morphium bekannt) ist ein Wirkstoff, der in der Medizin bei Patienten angewendet wird, die an starken beziehungsweise an sehr starken Schmerzen leiden. Es handelt sich um ein Opium, das aus Schlafmohn gewonnen wird.

Früher nannte sich der Wirkstoff noch Morphium. Im Laufe der Jahre setzte sich die Bezeichnung „Morphin“ durch. Beide Begriffe sind Ableitungen von Morpheu, der Namen von einem griechischen Gott der Träume. 

Morphin rezeptfrei kaufen: Was sind die Folgen?

Morphin ist ein starkes Opium und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Es darf nur auf Rezept gekauft werden. Aktuell gibt es keinen Online Rezept Anbieter der Morphin per Ferndiagnose verschreibt.

Wenn Sie Morphin rezeptfrei bestellen und gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen, drohen Ihnen schwere rechtliche Folgen. Viele solcher illegalen Bestellungen werden vom Zoll beschlagnahmt, da die Ware aus dem Ausland stammt.

morphin rezeptfrei kaufen
Vermeiden Sie solche Angebote!

Shops handeln illegal

Viele der Shops welche Medikamente komplett rezeptfrei anbieten, bieten nur Fälschungen an. Es ist billiger den Kunden gefälschte Ware anzubieten. Der Erwerb der rezeptpflichtigen Ware wäre deutlich aufwendiger und teurer.

Doch häufig kommt gar nicht erst eine Ware an. Kunden zahlen und warten ewig auf die Ware. Viele der Shops sind nur auf zahlreiche Bestellungen aus. Nach ein paar Jahren wird solch ein Geschäft dann so oder so wieder geschlossen und das Spiel beginnt unter neuer Adresse von vorne.

Shops auf Echtheit prüfen:

  • Gibt es ein Impressum?
  • Wird ein Rezept verlangt?
  • Kann man den Shop irgendwie erreichen? (Hotline?)

Häufig wird keines dieser Punkte zutreffen und Sie finden weder ein Impressum, noch wird ein Rezept verlangt, noch können Sie die Betreiber irgendwie erreichen.

Ihnen sollte klar sein das Sie sich auch strafbar machen wenn Sie bei solch unseriösen Adressen bestellen.

Was gibt es für Alternativen zu Morphin?

Ebenfalls zu der Gruppe der Opiade, aber etwas harmloser und somit nicht unter dem Betäubungsmittelgesetz stehen die Schmerzmittel:

Tramadol und Morphin Vergleich

Vergleicht man Tramadol mit Morphin, stellt man fest das Tramadol eine ungefähr 10 mal geringere Wirkung hat. Im WHO-Stufenplan für Schmerzlinderung wird Tramadol, Tilidin als ein schwaches Opiod eingestuft (Stufe 2 von 3).

Während Morphin auch bei sehr straken Schmerzen verabreicht wird, wird Tramadol/Tilidin für mittelstarke bis starke Schmerzen eingesetzt. 

WHO Schmerzmittel Stufenplan

Hier eine genauere Übersicht über die unterschiedlichen Einstufungen der Schmerzmittel. Der weltweit anerkannte Stufenplan wird in 3 Stufen eingeteilt. WHO steht im übrigen für Weltgesundheitsorganisation.

Stufe 1: Nicht Opiodanalgetika

Darüber fällt z.B.

  • Acetylsalicylsäure (Salicylate)
  • Diclofenac / Indometacin (Phenylessigsäurederivate)
  • Ibuprofen, Keoprofen, Naproxen (2-Phenylpropionsäurederivate)
  • Paracetamol (4-Aminophenol-Derivate)
  • Metamizol /  Phenazon (Pyrazolone)
  • Celecoxib / Parecoxib (selektive COX2-Inhibitoren)

Stufe 2: Schwache Opioidanalgetika

Diese Opiode können in manchen Fällen auch mit Stufe 1 Schmerzmittel kombiniert werden.

  • Tramadol
  • Tilidin (Naloxon)
  • Dihdrocodein

Stufe 3: Starke Opioidanalgetika

Unter dieser Kategorie fallen sehr starke Schmerzmittel welche alle der Betäubungsmittelverordnung unterliegen.

  • Morphin
  • Buprenorphin
  • Fentanyl
  • Hydromorphon
  • Oxycodon

Diese Schmerzmittel können nicht per Ferndiagnose im Internet bestellt werden. Anbieter welche diese Schmerzmittel rezeptfrei anbieten, handeln illegal.  

Wie wirkt Morphin?

morphin
Strukturformel von Morphin

Jeder Mensch verfügt über ein sogenanntes schmerzstillendes System im Körper, das meistens in Stresssituationen aktiviert wird. Aus diesem Grund kommt es bei Unfällen vor, dass verletzte Personen anderen helfen können, ohne Kenntnis über ihre eigenen Verletzungen zu erlangen.

Durch die Einnahme des Wirkstoffs Morphin kann genau dieses schmerzstillendes System angefochten werden: Im Zentralnervensystem werden bestimmte Andockstellen durch den Arzneistoff gebunden, die die Schmerzempfindung reduzieren und die Schmerzweiterleitung behindern.

Es kommt darüber hinaus zu einer Beruhigung, welche ein schmerzstillendes Morphin-Arzneimittel zusätzlich unterstützt.

Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt über den Mund, was im Blut aus dem Darm nur unvollständig aufgenommen wird. Nach der Aufnahme erfolgt die Verteilung von Morphin im Körper. Dieser wird anschließend in der Leber abgebaut. Dadurch werden Abbauprodukte produziert, die weiterhin eine schmerzstillende Wirkung haben.

Die Abbauprodukte werden überwiegend über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden. Da das Morphin in der Gruppe der Opioid-Schmerzmittel fällt, wird es an Krebspatienten angewendet, die von sehr starken Schmerzen geplagt werden.

Wie nimmt man Morphin ein?

morphium tabletten

Angewendet kann Morphin in Form von:

  • Tropfen
  • Zäpfchen
  • Tabletten
  • Injektionen oder
  • Pflastern

Welche Darreichungsform an einem Patienten angewendet wird, entscheidet der Arzt, der die individuelle Dosis für den jeweiligen Betroffenen ermittelt.

In der Regel wird eine Dosierung von Morphin zwischen 60 und 120 Milligramm täglich angewendet. Wird das Morphin als Injektion eingesetzt, so ist eine verringerte Dosis notwendig.

Im Allgemeinen wirkt Morphin etwa zwei bis drei Stunden.

Deshalb verabreichen die Ärzte Morphin als Tabletten, die eine verzögerte Wirkungsfreisetzung abgeben. Mit denen kann somit eine konstante Schmerzlinderung erreicht werden. Der Wirkungseintritt erfolgt schleichend nach etwa drei Stunden und kann den ganzen Tag anhalten.

Wenn das Morphin sofort eine Wirkung zeigen soll, dann werden meistens Tropfen angewendet.

Langsamer Entzug von Morphin

Wichtig ist noch, dass Medikamente, die das Morphin enthalten nur langsam abgesetzt werden.

Um akute Entzugssymptome zu vermeiden, sollte die Dosierung schrittweise minimiert werden. Das Ausschleichen der Behandlung sollte darüber hinaus in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Welche Nebenwirkungen sind mit Morphin möglich?

Folgende Nebenwirkungen können häufiger eintreten:

  • Müdigkeit
  • Euphorie
  • Denkstörungen
  • Schwitzen
  • Schwindel
  • Verstopfung
  • Übelkeit

Sehr selten kann es bei Patienten zu Atembeschwerden, allergischen Reaktionen und Blutdruckabfall kommen.

Vor allem bei älteren Patienten, die das Morphin länger anwenden und Nierenfuktionsstörungen haben kann es zu starken Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Überregbarkeit, plötzlich verstärkter Schmerzwahrnehmung und Krampfanfällen kommen.

Nur unter strenger ärztlicher Kontrolle kann der Wirkstoff Morphin bei Harnwegsverengungen und Atemwegserkrankungen angewendet werden.

Patienten, die eine Überdosierung mit Morphin haben, sollten so schnell wie möglich behandelt werden. Dabei erfolgt eine Injektion des Opioid-Antagonisten. Dieses hat die Aufgabe die Andockstellen zu blockieren und in weiterer Folge einen durch Morphin lebensbedrohlichen Atemstillstand zu verhindern.

Medikamente, die den Wirkstoff Morphin enthalten sollten bei Patienten die unter Darmverschluss leiden, keinesfalls angewendet werden. Die Einnahme von Morphin gemeinsam mit anderen Medikamenten kann zu diversen Wechselwirkungen bei Patienten führen.

Weitere Hinweise zu den Nebenwirkungen

Auf folgende Mittel sollte während der Einnahme des Morphins verzichtet werden:

  • Mittel, die gegen Übelkeit angewendet werden (Diphenhydramin)
  • Mittel gegen psychische Erkrankungen und Depressionen
  • Alkohol
  • Mittel, die gegen Sodbrennen eingenommen werden (Cimetidin)

Durch die angeführten Mittel können Nebenwirkungen verstärkt werden. Andersrum sollte das Antibiotikum Rifampicin nicht gemeinsam mit dem Schmerzmittel Morphin eingenommen werden, da dadurch die Wirkung des Morphin-Wirkstoffs stark abgeschwächt werden kann.

Zu beachten ist, dass bei der Einnahme von Morphin das Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden kann, wodurch die Bedienung von schweren Maschinen und die Verkehrstüchtigkeit unmöglich sind.

  • Beginn der Behandlung mit Morphin

Insbesondere der Beginn der Behandlung mit dem Schmerzmittel Morphin kann von Nebenwirkungen betroffen sein. Die Behandlungsweise und die Dauer der Einnahme von Morphin ist mit dem Arzt genau abzusprechen.

  • Morphin frühestens ab 12 Jahren

Morphin darf als Schmerzmittel bei Kindern ab 12 Jahren eingesetzt werden. Allerdings sollte die entsprechende Dosierung durch den Arzt festgelegt werden.

  • Morphin in der Schwangerschaft

Bei Schwangeren darf der Wirkstoff Morphin nur dann eingesetzt werden, wenn die Risiko-Nutzen-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgt ist.

Dies ist deshalb wichtig, da das Morphin über den Mutterkuchen direkt in das Blut des Ungeborenen gelangen kann, wodurch das Kind nach der Geburt Atembeschwerden bekommen kann.

Außerdem konnten bei Neugeborenen, deren Mutter in der Schwangerschaft das Schmerzmittel Morphin angewendet hat, Anpassungsschwierigkeiten beobachtet werden. Nichtsdestoweniger sollte während der Schwangerschaft auf den Entzug mit Morphin vermieden werden.

Vor allem wenn es sich um schwangere Patientinnen handelt, die abhängig von Morphin sind. Der Wirkstoff muss sodann durch den Arzt kontrolliert verabreicht werden.

Welche Warnhinweise gibt es zu Morphin?

  • Bei älteren Patienten oder an Patienten, die einen schlechten Allgemeinzustand aufweisen, sollte eine schwächere Dosierung verabreicht werden.
    • Die Einnahme des Wirkstoffs Morphin kann bei Menschen schnell zur Abhängigkeit führen, wodurch beim Absetzen diverse Entzugssymptome auftreten können.
    • Eine vorsichtige Dosierung des Wirkstoffs Morphin sollte durch den Arzt vorgenommen werden, wenn der Patient Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder einen verzögerten Magen-Darm-Durchgang hat.
  • Während der gesamten Behandlungsdauer soll keinesfalls Alkohol getrunken werden.
    • Außerdem muss das Schmerzmittel vom behandelnden Arzt verschrieben werden, da Morphin unter Betäubungsmittelgesetz fällt.
  • Damit bei einem plötzlichen Abbruch keine Entzugserscheinungen auftreten, sollte die Dosierung des Wirkstoffs schrittweise minimiert werden.
  • Bei Dopingkontrollen kann das Morphin zu einem positiven Ergebnis führen.
  • Die Anwendung von Morphin bei jungen Patientinnen kann dann erfolgen, wenn diese auch verhüten.
  • Vom Bedienen von Maschinen oder Autofahren ist aufgrund beeinträchtigtem Reaktionsvermögen während der Einnahme des Wirkstoffs Morphin abzusehen.

Bei der Anwendung von Morphin kann es durchaus zu allergischen Reaktionen kommen. Wenn Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion spüren sollten, dann setzen Sie sich umgehend in Verbindung mit Ihrem behandelnden Arzt oder Fragen Sie einen Apotheker um Rat.

Gegenanzeigen

Der Wirkstoff Morphin sollte nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Morphin
  • schwerer Leberfunktionsstörung
  • Atemfunktionsstörung
  • Erkrankungen im Bauchraum
  • Einnahme gemeinsam mit anderen opioiden Schmerzmitteln
  • andere Wirkstoffe, die die Wirkung von Morphin abschwächen können
  • Krampfanfälle, die nicht behandelt werden können

Fazit: Lieber kein Morphin rezeptfrei kaufen

Betäubungsmittel Rezept
Betäubungsmittel Rezept

Sie sollten der Versuchung widerstehen Schmerzmittel der Stufe 3 illegal zu kaufen. Shops welche Ihnen Morphin rezeptfrei anbieten, handeln illegal und versenden sehr wahrscheinlich nur eine Fälschung.

Oft wird den Bestellfreudigen Kunden nur das Geld abgezogen und eine Ware kommt nie an. Rechtlich sind Ihnen die Hände gebunden, schließlich haben Sie sich selbst strafbar gemacht.

Wenn Sie Morphin rezeptfrei kaufen, drohen Ihnen einige Nachteile:

  • Illegale Handlung, rechtliche Konsequenzen
  • Viele Sendungen werden vom Zollamt festgehalten
  • Ware könnte gefälscht sein
  • Oft kommt keine Ware an. Bezahltes Geld bleibt verloren
  • Kundendaten sind gefährlich gespeichert (Weiterverkauf der Daten)
  • Telefon und eMail Spam möglich

Daher sollten Sie Morphin und andere Schmerzmittel der Stufe 3 lieber nur mit gültigen Rezept kaufen. Dies ist allerdings nur über den Facharzt möglich, kein Arzt stellt über das Internet ein Rezept für Morphin aus.

Morphin Alternativen?

Alternativ könnten Sie Schmerzmittel der Stufe 2 per Ferndiagnose bestellen. Ihnen kann dann das benötigte Rezept via Online Sprechstunde ausgestellt werden.

Am sichersten ist es allerdings immer Ihren Haus-, oder Facharzt um ein Rezept zu bitten. Anschließend können Sie in der Apotheke das benötige Medikament kaufen. So können Sie auch in der Apotheke Morphin kaufen. Es ist allerdings eher selten der Fall das Rezepte für Stufe 3 Schmerzmittel ausgestellt werden.

Wenn Sie ein starkes Schmerzmittel benötigen und nicht für jedes Folgerezept den Hausarzt besuchen möchten, bieten Anbieter wie Expressdoktor mit den Stufe 1 & 2 Schmerzmittel wie Tramadol, Pregabalin oder Paracetamol comp. eine Alternative.

Quellen: